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tonhalle museo ist ein spekulatives studienprojekt an der schnittstelle von architektur, klang und theorie. zwei scheinbar widersprüchliche programme, konzertsaal und museum, treffen in einem einzigen gebäude zusammen. dieses zusammentreffen wird nicht harmonisiert, sondern bewusst verschärft: unterschiedliche räumliche logiken, nutzungsdynamiken und atmosphären prallen aufeinander und erzeugen ein spannungsfeld, das den architektonischen ausdruck prägt. der entwurf beruht auf einer auditiven analyse, eine fünfminütige klangsequenz diente als ausgangspunkt für die räumliche struktur. im fokus standen nicht funktion oder form, sondern die übersetzung von klang in räumliche dimensionen. lautstärke, rhythmus, dichte und stille wurden in proportionen, übergänge und materialität übersetzt. das ergebnis ist ein gebautes fragment, eine bewusst unvollständige idee, ein raumkörper, der nicht erklären, sondern erfahrbar werden will. tonhalle museo versteht sich als versuch, architektur durch das hören zu denken, als räumliche partitur zwischen konzentration und ablenkung, zwischen aufführung und betrachtung.

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/studies/ost/ba/semester_01